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Industriebetriebslehre

Modulbezeichnung:
Bezeichnung des Moduls innerhalb des Studiengangs. Sie soll eine präzise und verständliche Überschrift des Modulinhalts darstellen.
Industriebetriebslehre
Studiengang:
Studiengang mit Beginn der Gültigkeit der betreffenden ASPO-Anlage/Studienordnung des Studiengangs, in dem dieses Modul zum Studienprogramm gehört (=Start der ersten Erstsemester-Kohorte, die nach dieser Ordnung studiert).
Wirtschaftsingenieurwesen / Produktionsmanagement, Bachelor, ASPO 01.10.2022
Code: DBWI-250
SWS/Lehrform:
Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) wird als Zusammensetzung von Vorlesungsstunden (V), Übungsstunden (U), Praktikumsstunden (P) oder Projektarbeitsstunden (PA) angegeben. Beispielsweise besteht eine Veranstaltung der Form 2V+2U aus 2 Vorlesungsstunden und 2 Übungsstunden pro Woche.
-
ECTS-Punkte:
Die Anzahl der Punkte nach ECTS (Leistungspunkte, Kreditpunkte), die dem Studierenden bei erfolgreicher Ableistung des Moduls gutgeschrieben werden. Die ECTS-Punkte entscheiden über die Gewichtung des Fachs bei der Berechnung der Durchschnittsnote im Abschlusszeugnis. Jedem ECTS-Punkt entsprechen 30 studentische Arbeitsstunden (Anwesenheit, Vor- und Nachbereitung, Prüfungsvorbereitung, ggfs. Zeit zur Bearbeitung eines Projekts), verteilt über die gesamte Zeit des Semesters (26 Wochen).
7
Studienjahr: 2
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Prüfungsart:
Benotete Klausur („Industriebetriebslehre 1 & 2, Dauer 150 Min., 100 Pkt.)
Die Klausur wird im 3. Semester (Block 3B) gemäß Prüfungsplan geschrieben.


[letzte Änderung 30.01.2023]
Verwendbarkeit / Zuordnung zum Curriculum:
Alle Studienprogramme, die das Modul enthalten mit Jahresangabe der entsprechenden Studienordnung / ASPO-Anlage.

DBWI-250 Wirtschaftsingenieurwesen / Produktionsmanagement, Bachelor, ASPO 01.10.2022 , 2. Studienjahr, Pflichtfach
DBWI-250 Wirtschaftsingenieurwesen / Produktionsmanagement, Bachelor, ASPO 01.10.2021 , 2. Studienjahr, Pflichtfach
Arbeitsaufwand:
Der Arbeitsaufwand des Studierenden, der für das erfolgreiche Absolvieren eines Moduls notwendig ist, ergibt sich aus den ECTS-Punkten. Jeder ECTS-Punkt steht in der Regel für 30 Arbeitsstunden. Die Arbeitsstunden umfassen Präsenzzeit (in den Vorlesungswochen), Vor- und Nachbereitung der Vorlesung, ggfs. Abfassung einer Projektarbeit und die Vorbereitung auf die Prüfung.

Die ECTS beziehen sich auf die gesamte formale Semesterdauer (01.04.-30.09. im Sommersemester, 01.10.-31.03. im Wintersemester).
Der Gesamtaufwand des Moduls beträgt 210 Arbeitsstunden.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Andreas Metz
Dozent: Prof. Dr. Andreas Metz

[letzte Änderung 24.01.2023]
Lernziele:
 
Die Studierenden sind mit den grundlegenden Charakteristika von Industrieunternehmen vertraut und können die wichtigsten Prozesse eines Produktionsunternehmens beschreiben und gestalten. Sie beherrschen grundlegende Methoden zur Standort- und Organisationsplanung. Sie kennen die wichtigsten Produktionsfaktoren und die damit verbundenen Planungsprobleme. Sie können die gängigen Lösungsverfahren und -methoden zur Planung und Steuerung von gewerblichem Personal, Betriebsmit-teln und Materialien anwenden und sind mit den Grundlagen der Produktions- und Kostentheorie vertraut. Die Studierenden kennen den Ablauf der Produktionsplanung und -steuerung eines Industrieunternehmens. Sie kennen die Planungs- und Einsatzbereiche, die Planungsgrundlagen sowie die Planungsschritte der Systeme und können eine kritische Beurteilung des jeweiligen Systems durchführen. Die Studierenden kennen die Ziele und Aufgaben der Beschaffung. Sie sind mit den Aufgaben des strategischen sowie operativen Einkaufs vertraut, kennen verschiedene Organisationsformen des Einkaufs sowie Beschaffungskonzepte und können Beschaffungsstrukturen dementsprechend gestalten. Sie wissen Bescheid über Plattformen und Instrumente und Standards des E-Procurements. Sie kennen sich auch mit dem Material-, Waren- und Informationsfluss im Wareneingang aus und können den Wareneingang dementsprechend gestalten. Sie können Lieferanten bzw. Lieferantenbeziehungen managen. Sie kennen die Ziele des Lieferantenmanagements, können Lieferantenstrukturen analysieren und Normstrategien entwickeln. Sie kennen sich mit dem Prozess des Lieferantenmanagements und seinen operativen Phasen vom Lieferantenscouting bis hin zur Lieferantenintegration aus. Im Bereich der klassischen Materialwirtschaft sind die Studierenden mit den üblicherweise eingesetzten statistischen Verfahren vertraut. Sie können Materialien und Waren anhand von ABC-, XYZ-, GMK- und LMN-Analysen unterscheiden. Sie können im Industriebereich darauf aufbauend eine programm- oder verbrauchsgebundene Materialdisposition mittels verschiedener Verfahren (Stückkostenverfahren, Kostenausgleichsverfahren, Zeitreihenanalysen, statistischen Prognoseverfahren) durchführen, und sie be-herrschen Verfahren zur Bestellmengen-/Losgrößenoptimierung.
 
Das Modul „Industriebetriebslehre“ dient der Erweiterung und der Stärkung der fachlichen Kompetenz „Wissen und Verstehen“ (Wissensverbreiterung) und der instrumentalen Kompetenz. Zusammen mit den naturwissenschaftlich-technischen Modulen des Studienganges erwerben die Studierenden sich somit die systemischen Kompetenzen, einfache, interdisziplinäre Problem- und Aufgabenstellung an der Schnittstelle zwischen Produktionstechnik und Betriebswirtschaftslehre ganzheitlich zu betrachten, und weiterführende Lernprozesse selbstständig zu gestalten.

[letzte Änderung 30.01.2023]
Inhalt:
• Einführung: Grundbegriffe, Bedeutung der Produktion in Deutschland, Typologien industrieller Produktionssysteme, produktionswirtschaftliche Ziele
• Standort: Nutzwertanalyse, Break-Even-Analyse
• Produktionsorganisation: Aufbau- und Ablauforganisation, Organisationstypen
• Produktionsfaktoren: Arbeit, Betriebsmittel, Werkstoffe, Erzeugnisse
• Produktions- und Kostentheorie: Grundlagen, Produktionsfunktion, Kostenfunktion, Ertragsgesetz als Produktionsfunktion vom Typ A, Kostenfunktion auf Grundlage des Ertragsgesetzes, weiterführende Produktionsfunktionen
• Arbeitsplanung: Informationsstruktur, Grunddaten, Ziele und Aufgaben der Arbeitsplanung, Inhalte des Arbeitsplans, Vorgehensweise zur Erstellung des Arbeitsplans
• Produktionsplanung und -steuerung (PPS): Entwicklungs- und Planungsbereiche von PPS-Systemen
• Beschaffungsmanagement: Grundlagen, Ziele und Aufgaben der Beschaffung und des Einkaufs, strategischer/operativer Einkauf, Organisationsformen des Einkaufs, Beschaffungskonzepte, E Procurement, Wareneingang
• Strategisches Lieferantenmanagement: Aufgaben und Ziele des strategischen Lieferantenmanagements, Analyse der Lieferentenstruktur, Ableitung von Normstrategien
• Operatives Lieferantenmanagement: Lieferantenscouting, -bewertung-, -klassifikation, -auswahl,  entwicklung und -integration
• Materialwirtschaft: Gegenstand, Dispositionsformen, Materialklassifikation als Basis der Verfahrenswahl (ABC-/XYZ-/LMN-/GMK-Analyse), Materialdisposition (programm-/verbrauchsgebunden


[letzte Änderung 30.01.2023]
Literatur:
• H.-O. Günther, H. Tempelmeier: Produktion und Logistik, Berlin (u.a.), Springer
• Th. Nebl: Produktionswirtschaft, München (u.a.), Oldenbourg
• H. Corsten, R. Gössinger: Produktionswirtschaft, Einführung in das industrielle Produktionsmanagement, München, Oldenbourg
• B. Ebel: Produktionswirtschaft, Ludwigshafen, Kiehl
• Th. Nebl, A.-K. Schröder: Übungsaufgaben zur Produktionswirtschaft, München, Oldenbourg


[letzte Änderung 30.01.2023]
[Mon Jan 30 13:20:23 CET 2023, CKEY=aig, BKEY=aswwing, CID=DBWI-250, LANGUAGE=de, DATE=30.01.2023]