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Einführung in die Hebammenwissenschaft

Modulbezeichnung:
Bezeichnung des Moduls innerhalb des Studiengangs. Sie soll eine präzise und verständliche Überschrift des Modulinhalts darstellen.
Einführung in die Hebammenwissenschaft
Studiengang:
Studiengang mit Beginn der Gültigkeit der betreffenden ASPO-Anlage/Studienordnung des Studiengangs, in dem dieses Modul zum Studienprogramm gehört (=Start der ersten Erstsemester-Kohorte, die nach dieser Ordnung studiert).
Angewandte Hebammenwissenschaft, Bachelor, ASPO 01.10.2021
Code: HEB-1
SAP-Submodul-Nr.:
Die Prüfungsverwaltung mittels SAP-SLCM vergibt für jede Prüfungsart in einem Modul eine SAP-Submodul-Nr (= P-Nummer). Gleiche Module in unterschiedlichen Studiengängen haben bei gleicher Prüfungsart die gleiche SAP-Submodul-Nr..
P311-0147
SWS/Lehrform:
Die Anzahl der Semesterwochenstunden (SWS) wird als Zusammensetzung von Vorlesungsstunden (V), Übungsstunden (U), Praktikumsstunden (P) oder Projektarbeitsstunden (PA) angegeben. Beispielsweise besteht eine Veranstaltung der Form 2V+2U aus 2 Vorlesungsstunden und 2 Übungsstunden pro Woche.
6S (6 Semesterwochenstunden)
ECTS-Punkte:
Die Anzahl der Punkte nach ECTS (Leistungspunkte, Kreditpunkte), die dem Studierenden bei erfolgreicher Ableistung des Moduls gutgeschrieben werden. Die ECTS-Punkte entscheiden über die Gewichtung des Fachs bei der Berechnung der Durchschnittsnote im Abschlusszeugnis. Jedem ECTS-Punkt entsprechen 30 studentische Arbeitsstunden (Anwesenheit, Vor- und Nachbereitung, Prüfungsvorbereitung, ggfs. Zeit zur Bearbeitung eines Projekts), verteilt über die gesamte Zeit des Semesters (26 Wochen).
8
Studiensemester: 1
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Prüfungsart:
Referat mit schriftlicher Ausarbeitung

[letzte Änderung 29.09.2021]
Verwendbarkeit / Zuordnung zum Curriculum:
Alle Studienprogramme, die das Modul enthalten mit Jahresangabe der entsprechenden Studienordnung / ASPO-Anlage.

HEB-1 (P311-0147) Angewandte Hebammenwissenschaft, Bachelor, ASPO 01.10.2021 , 1. Semester, Pflichtfach
Arbeitsaufwand:
Der Arbeitsaufwand des Studierenden, der für das erfolgreiche Absolvieren eines Moduls notwendig ist, ergibt sich aus den ECTS-Punkten. Jeder ECTS-Punkt steht in der Regel für 30 Arbeitsstunden. Die Arbeitsstunden umfassen Präsenzzeit (in den Vorlesungswochen), Vor- und Nachbereitung der Vorlesung, ggfs. Abfassung einer Projektarbeit und die Vorbereitung auf die Prüfung.

Die ECTS beziehen sich auf die gesamte formale Semesterdauer (01.04.-30.09. im Sommersemester, 01.10.-31.03. im Wintersemester).
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 90 Veranstaltungsstunden (= 67.5 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 8 Creditpoints 240 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 172.5 Stunden zur Verfügung.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
HEB-11 Rechtliche Grundlagen der Hebammenarbeit
HEB-13 Angewandte Hebammenwissenschaft III: Gesundheitsförderung und Prävention
HEB-16 Methoden der empirischen Sozialforschung
HEB-17 Betreuungskonzepte und Ansätze der Krisenbewältigung
HEB-18 Angewandte Hebammenwissenschaft IV: Familie als Handlungsfeld
HEB-19 Pathologische Verläufe in der Schwangerschaft und unter der Geburt
HEB-21 Vertiefung der Methoden der empirischen Sozialforschung / Projekt
HEB-23 Beratung und Edukation in der Hebammenarbeit
HEB-8 Angewandte Hebammenwissenschaft II: Physiologische Geburt


[letzte Änderung 05.09.2022]
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Barbara Cattarius
Dozent:
Prof. Dr. Barbara Cattarius (Seminar)
Lisa Apini-Welcland, M.Sc.
Dr. Bärbel Heidtmann


[letzte Änderung 12.10.2021]
Lernziele:
Nach Abschluss des Moduls können die Studierenden:
-      die Merkmale wissenschaftlicher Arbeiten und zentrale wissenschaftstheoretische Grundpositionen auch in ihren
       Begrifflichkeiten aufzeigen.
-      gute wissenschaftliche Praxis von wissenschaftlichem Fehlverhalten abgrenzen
-      eigene wissenschaftliche Fragestellungen entwickeln und für den Aufbau einer eigenen wissenschaftlichen Arbeit   
       die notwendigen Arbeitsprozesse strukturieren
-      qualitative und quantitative Forschungsmethoden aufzeigen und diese in die Entwicklung eigener Forschungsdesigns
       einsetzen
-      qualitative und quantitative Forschungsmethoden anhand hebammenspezifischer Theorien, Leitlinien und Fragestellungen reflektieren
-      ihre Rolle als Hebamme in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Modellen bewusstwerden und hinterfragen die historische Entwicklung des Berufsbildes Hebamme
-      die Entwicklung einer wissenschaftlichen Disziplin zu einer Profession, insbesondere im Hinblick auf die Professionsentwicklung von Hebammen interpretieren, eigene berufsfeldbezogenen und ethischen Handlungskompetenzen aufbauen
-      auf der Basis anatomischer und neurophysiologischer Grundlagen fördernde und hemmende Faktoren für den Wissenserwerb und die Wissensweitergabe im beruflichen Handlungsfeld identifizieren.


[letzte Änderung 12.10.2021]
Inhalt:
Einführung in die Wissenschaftstheorie
-        Wissenschaftstheorie: Grundsätze und Begriffe
-        Wissenschaftliches Denken und Handeln
-        Wissenschaftliches Arbeiten; Literatur- und Informationsbeschaffung und Informationsbearbeitung
-        Wissenschaftliche Präsentation und Diskussion
-        Erarbeiten wissenschaftlicher Fragestellungen
-        Hebammenwissenschaftliche Fragestellungen und Studiendesigns
-        Qualitative und quantitative Forschung im Vergleich
 
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
-        Anatomische und neurophysiologische Grundlagen des Lernens, Plastizität, limbisches System, Gedächtnis
-        Lernmodelle, Lerntypen, Lernstrategien Grundlagen
-        Einführung Begriffe evidenzbasiertes Arbeiten, evidenzbasierte Medizin
-        Formale und inhaltliche Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten
-        Struktur von Texten
-        Textsorten und ihre Intention
-        Parameter der Publikation und Ordnung wissenschaftlicher Texte
-        Instrumente der Ideenfindung und -systematisierung
-        Auseinandersetzung und Anwendung von Manuskriptrichtlinien
-        Wissenschaftliche Literatur recherchieren: Suchen, Finden, Ausleihen von Literatur unter Einbeziehung  
         englischsprachiger Literatur
-        Lesestrategien (SQ3R-Methode, PQ4R-Methode, Methode von Smith)
-        Entwicklung eigener Wissenschaftstexte
-        Umgang mit Schreibblockaden, Umgang mit motivationalen Blockaden und Stress (z. B. Prokrastination)
-        Methoden des Zeitmanagements
-        Werkzeuge und Methoden der Reflexion und deren Bedeutung für Lernprozesse (z. B. Model of holistic reflection,
         Reflective Journal), Problemlösungszyklus (Planen, Durchführen, Evaluieren)
-        Literaturverwaltungsprogramme in der Nutzung bei der Erstellung empirischer Arbeiten
-        Nutzung digitaler Lernplattformen im Studium
 
Professionstheoretische Grundlagen der Hebammenarbeit
-        Geschichte des Berufes und Entwicklungen
-        Überblick über gesetzliche, ethische, philosophische Grundlagen; Berufsgesetze, SGB, KHG, Ethikkodex
-        Evidence Based Midwifery, Professionalisierung, geschichtlicher Hintergrund (Vertiefung in HEB-26),
        Akademisierung
-        Implementierung Hebammenwissenschaft als Wissenschaft der physiologischen Prozesse, Schwerpunkt Betreuung,
         Begleitung
-        Grundhaltung, Förderung der Gesundheit auch in Bezug auf die Selbstfürsorge
-        Profession Hebamme, Hebamme als autonome Entscheidungsträgerin, Hebammenarbeit als Teamarbeit
-        Aufgaben und Ziele der Hebammen als Profession und Disziplin
-        Verbandsarbeit, Kammern, berufsständische Vertretungen
 


[letzte Änderung 12.10.2021]
Weitere Lehrmethoden und Medien:
Seminar/ Präsentation, eigene Beiträge in Form von Reflexionsaufgaben
 


[letzte Änderung 12.10.2021]
Sonstige Informationen:
Das Modul HEB-1 besteht aus drei seminaristischen Lehrveranstaltungen „1.1-Einführung in die Wissenschaftstheorie“, „1.2-Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten“ und „1.3-Professionstheoretische Grundlagen der Hebammenarbeit.


[letzte Änderung 12.10.2021]
Literatur:
 
Bühner, M., & Ziegler, M. (2017). Statistik für Psychologen und Sozialwissenschaftler. Pearson, 2. aktual. Aufl.
Bund deutscher Hebammen (2006): Zwischen Bevormundung und beruflicher Autono-mie, Bund deutscher Hebammen, Karlsruhe
Büthe, K., Schwenger-Fink, C. (2020): Evidenzbasierte Schwangerenvorsorge und Schwangerenbetreuung
Cassier-Woidasky, A.-K. (2007) Pflege durch Professionsentwicklung, Mabuse Verlag, Frankfurt
Chalmers, A. (2007): Wege der Wissenschaft, Springer Verlag, Berlin Heidelberg
Chamberlain, S. (1997): Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind, Psychoso-zial-Verlag
Copnell, B., McKenna, L. (2018): Fundamentals of Nursing and Midwifery Research. A practical guide for evidence based practice,
Deutscher Hebammenverband e.V.: Grundsätze einer Ethik für Hebammen. https://www.hebammenverband.de/verband/ethik/
Dick, M., Marotzki, W., & Mieg, H. (Eds.). (2016). Handbuch Professionsentwicklung (Vol. 8622). UTB.
Domenig, D (2007) Transkulturelle Kompetenz. Lehrbuch für Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufe.
Ertl-Schmuck, R., Unger, A., Mibs, M., & Lang, C. (2014). Wissenschaftliches Arbeiten in Gesundheit und Pflege (Vol. 4108). UTB.
Gubalke, W. (1985): Die Hebamme im Wandel der Zeit, Elwin Staude Verlag
Haynes, R. B. (2005). Clinical epidemiology: how to do clinical practice research. Lippin-cott williams &wilkins.
Heimsch, F. (2018): Statistik im Klartext: Für Psychologen, Wirtschafts- und Sozialwissen-schaftler, Pearson Studium ein Imprint von Pearson Deutschland; 2., aktualisierte und erweiterte Edition
Mayer, H. (2019). Pflegeforschung anwenden: Elemente und Basiswissen für das Studi-um. Facultas Verlags- und Buchhandels AG.
Metz-Becker, M. (1999): Hebammenkunst gestern und heute, Jonas Verlag
Mittelmark, M. B.,Sagy, S., Eriksson, M., Bauer, G. F., Pelikan, J. M., Lindström, B., & Arild Espnes, G. (2017).The handbook  of salutogenesis. Springer Nature.
Neumann-Ponesch, S. (2014). Modelle und Theorien in der Pflege. Facultas. 2014 2x vhd., 4. Aufl. 2017
Niehoff, J.-U. (2011): Sozialmedizin systematisch, uni med Verlag, Bremen,3. Auflage
Peters, A. K. (2018): Nana Conti (1881-1951), eine Biographie der Reichshebammenfüh-rerin, LIT Verlag
Sayn-Wittgenstein, F. Z. (2007). Geburtshilfe neu denken. Bericht zur Situation und Zu-kunft des Hebammenwesens in Deutschland. Bern: Verlag Hans Huber.
Schwarz, C., Stahl, K. (2013) Grundlagen der evidenzbasierten Betreuung, Elwin Staude Verlag,
Spilby, H., Munro, J. (2009): Evidence based midwifery. Applications and context, auch als e-book
Tiedemann, K (2013) Hebammen im Dritten Reich. 2001 1x vhd.
Van Keuck, Ghaderi, Joksimovic, David (2011) Diversity. Transkulturelle Kompetenz in klinischen und sozialen Arbeitsfeldern. Kohlhammer.
Walsh (2007) Evidence and skills for Normal Labour and birth. Routledge.
Weiß, C. (2019): Basiswissen medizinische Statistik, Springer Verlag, 7. Auflage, Die Lite-ratur wird von der Dozent*in zur Lehrveranstaltung aktualisiert herausgegeben.
Zoege, M. (2004). Die Professionalisierung des Hebammenberufs. Anforderungen an die Ausbildung. Bern: Verlag Hans Huber.
 
Die Literatur wird von der Dozent*in zur Lehrveranstaltung aktualisiert herausgegeben.
 
 


[letzte Änderung 04.10.2021]
[Fri Dec  2 10:47:02 CET 2022, CKEY=heidh, BKEY=heb, CID=HEB-1, LANGUAGE=de, DATE=02.12.2022]