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Hebammenhandeln in unterschiedlichen Versorgungsstrukturen

Modulbezeichnung: Hebammenhandeln in unterschiedlichen Versorgungsstrukturen
Studiengang: Angewandte Hebammenwissenschaft, Bachelor, ASPO 01.10.2021
Code: HEB-28
SAP-Submodul-Nr.: P311-0150
SWS/Lehrform: 5S (5 Semesterwochenstunden)
ECTS-Punkte: 5
Studiensemester: 6
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Erforderliche Studienleistungen (gemäß ASPO):
Zulassungsverfahren staatliche Prüfung 6. Semester
 
In diesem Modul besteht Anwesenheitspflicht.
Prüfungsart:
Prüfungsart:
Klausur, diese Klausur ist Bestandteil der staatlichen Prüfung für den Erwerb der Erlaubnis der Führung der Berufsbezeichnung Hebamme
Dauer: 90 Minuten
Für diese Modulprüfung sind die Verfahrensanweisungen für das Staatsexamen zu berücksichtigen.


[letzte Änderung 29.09.2021]
Verwendbarkeit / Zuordnung zum Curriculum:
HEB-28 (P311-0150) Angewandte Hebammenwissenschaft, Bachelor, ASPO 01.10.2021, 6. Semester, Pflichtfach
Arbeitsaufwand:
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 75 Veranstaltungsstunden (= 56.25 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 5 Creditpoints 150 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 93.75 Stunden zur Verfügung.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
HEB-11 Rechtliche Grundlagen der Hebammenarbeit


[letzte Änderung 12.10.2021]
Sonstige Vorkenntnisse:
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
alle vorausgegangenen Module des 1.-5. Fachsemesters
 
Verpflichtende Voraussetzungen (Module) nach ASPO-Anlage:
HEB-11, Voraussetzungen nach Zulassungsverfahren Staatsexamen, vgl. ASPO-Anlage


[letzte Änderung 29.09.2021]
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Barbara Cattarius
Dozent:
Prof. Dr. Barbara Cattarius
Dozenten des Studiengangs


[letzte Änderung 12.10.2021]
Lernziele:
Übergeordnete Qualifikationsziele: Q5, Q6, Q9, Q10, Q11
 
Kompetenzerwerb:
Nach Abschluss des Moduls
-        können die Studierenden wichtige Strukturen im deutschen und internationalen Gesundheitswesen benennen, hinsichtlich deren Funktion beschreiben und mit der Tätigkeit der Hebamme in Beziehung setzen.
-        sind die Studierenden für die Bedeutung gesellschaftlicher, rechtlicher, soziökonomischer Bedingungsfaktoren in unterschiedlichen Versorgungskontexten sensibilisiert und reflektieren kritisch die Gegebenheiten des deutschen Gesundheitssystems in Bezug auf die Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit.
-        reflektieren die Studierenden kritisch ihr professionelles Wissen, entwickeln es weiter und sind sowohl im Hinblick auf die Patientensicherheit als auch in Bezug auf die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Bedeutung eines ehrlichen und effektiven Fehlermanagements im beruflichen Handlungsfeld sensibilisiert.
-        können die Studierenden ihr professionelles Wissen fallbezogen in verschiedenen Versorgungsstrukturen rechtssicher anwenden.
-        können die Studierenden das Konzept „Risk Management“ und ausgewählte Risikomanagementsysteme erklären und in ausgewählten Systemen effektiv arbeiten.
-        nutzen die Studierenden digitale Fertigkeiten, forschungsgestützte Problemlösungen und neue Technologien für die Gestaltung einer wirtschaftlichen, effektiven und qualitativ hochwertigen Hebammentätigkeit.
-        können die Studierenden Betreuungsangebote im stationären und ambulanten Versorgungsbereich im Hinblick auf Aspekte der Qualitätssicherung, rechtlicher Rahmenbedingungen und wirtschaftlicher Erwägungen organisieren, vergleichen und bewerten.
-        können die Studierenden auf der Basis wirksamer Instrumente der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements Handlungsabläufe und Prozesse im Hinblick auf die Sicherheit für von ihnen betreute Frauen und Familien in ihrer Arbeit strukturieren und die Instrumente systematisch und zielgerichtet einsetzen.

[letzte Änderung 29.09.2021]
Inhalt:
Strukturen und ökonomische Bedingungsfaktoren der Hebammenarbeit in unter-schiedlichen Versorgungsstrukturen
-        Gesundheitssystem Grundlagen, Aufbau, Finanzierung, Soziale Marktwirtschaft, nationale und internationale Strukturen
-        Sicherungssysteme, Krankenhausmanagement und -finanzierung
-        Dokumentationssysteme, Digitale Systeme und Betreuungsangebote
-        Hebamme in der Freiberuflichkeit, betriebswirtschaftliche Grundlagen, Abrechnung, Versicherungsrechtliche Basis, Strukturen und Arbeitsmöglichkeiten für Hebammen, Praxisformen mit Rechtsgrundlagen
-        Besondere Situationen in der angestellten und freiberuflichen Tätigkeit der Hebamme mit rechtlich-strukturellen Bezügen (z.B. Kinderschutz)
-        Arbeit an Fallsituationen
 
Qualitäts- und Fehlermanagement mit Rechtsgrundlagen
-        Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, Qualitätsmanagementsysteme
-        Risk Management, Risk Management Systeme, CIRS
-        Fehlermanagement, Arbeit an Fallbeispielen
-        Vertiefung Delegation und Durchführungsverantwortung in der Anwendung
-        Rechtliche Grundlagen, Hebamme als anleitende Person
-        Rechtliche Grundlagen (Bezüge Haftungsrecht, Berufsgesetze, Zuständigkeit, Patientensicherheit, Behandlungsvertrag)


[letzte Änderung 29.09.2021]
Weitere Lehrmethoden und Medien:
Seminar/ Präsentation, Arbeit an Fallbeispielen

[letzte Änderung 29.09.2021]
Sonstige Informationen:
Dieses Modul fokussiert die Hebammenarbeit in unterschiedlichen Versorgungsstrukturen und Settings mit einem besonderen Augenmerk auf die Rolle und den Verantwortungsbereich der Hebamme im Gesundheitssystem. Auf der Basis der rechtlichen Grundlagen, die in Modul HEB-11 erworben wurden, werden die Aufgabenfelder der Hebamme in unterschiedlichen stationären und ambulanten Versorgungssettings mit ihren rechtlichen Implikationen beleuchtet. Das Modul besteht aus zwei seminaristischen Lehrveranstaltungen. Im Seminar „28.1-Strukturen und ökonomische Bedingungsfaktoren des Hebammenha-delns“ werden der Aufbau und die Finanzierung des Gesundheitswesens vorgestellt. Im Besonderen wird die Hebammenarbeit in der Freiberuflichkeit mit betriebswirtschaftlichen Grundlagen vermittelt. Das Seminar „28.2-Qualitäts- und Fehlermanagement mit Rechtsgrundlagen“ vermittelt fallorientiert die wichtigsten Grundlagen für Qualitätssicherung, -management und Risikomanagement im Handlungsfeld, basierend auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, Leitlinien und Standards.

[letzte Änderung 29.09.2021]
Literatur:
AWMF: Aktuelle Leitlinien im Handlungsfeld
 
Behrens, J., & Langer, G. (2016). Evidence-based nursing and caring. Hogrefe.
 
Bick, D.; MacArthur, C.; Knowles, H.; Winter, H. (2004): Evidenzbasierte Wochenbettbetreuung und -pflege. Praxishandbuch für Hebammen und Pflegende. Bern, Göttingen, Toronto, Seattle: Verlag Hans Huber
 
Bowden, J., Manning, V. (Hrsg.) (2017) Health Promotion in Midwifery, principles and practice. Routledge.
 
Büthe, K., Schwenger-Fink, C. (2020): Evidenzbasierte Schwangerenvorsorge und Schwangerenbetreuung. Kohlhammer
 
Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege und Verbund Hebammenforschung (2014) Expertinnenstandard Förderung der physiologischen Geburt, DNQP Osnabrück
 
Diefenbacher, M. (2016). Praxisratgeber Recht für Hebammen. Georg Thieme Verlag
 
Hildebrandt, S., Göbel, E. (2017). Geburtshilfliche Notfälle: vermeiden-erkennen-behandeln, 2. Auflage, Hippokrates
 
Igel, G. (2020). Gesetz über das Studium und den Beruf von Hebammen (Hebammengesetz - HebG) Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV)
 
Knobloch, R. (Ed.). (2010). Dokumentation im Hebammenalltag: Grundlagen und praktische Tipps zur Umsetzung
 
Krauspenhaar, D & Erdmann, D (2019) Qualität! QM in der Hebammenarbeit. 4., aktualisierte Aufl.
 
Niehoff, J.-U. (2011): Sozialmedizin systematisch, uni med Verlag, Bremen,3. Auflage
 
Page, L. A. (ed); McCandlish, R. (2006): The new midwifery. Science and Sensitivity in Practice. 2. Auflage. Edinburgh, London, New York: Churchill Livingstone
 
Schwarz, C., Stahl, K. (2013) Grundlagen der evidenzbasierten Betreuung, Elwin Staude Verlag
 
Simon, M. (2017). Das Gesundheitssystem in Deutschland, Huber, Bern
 
Stiefel, A., Brendel K. und Bauer, N.H., Hrsg., 2020. Hebammenkunde: Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. 6. Aufl. Stuttgart: Georg Thieme.
 
Symon, A. (ed) (2006): Risk and Choice in Maternity Care. An international perspecti-ve. Edinburgh, London, New York: Churchill Livingstone Behrens, J.; Langer, G. (2010): Handbuch Evidence-based Nursing. Externe Evidenz für die Pflegepraxis. Bern, Göttin-gen, Toronto, Seattle: Verlag Hans Huber
 
Wiese, U. E. (2014): Pflegerecht, Grundlagen, Fälle, Praxis, Vahlen München
 
Die Literatur wird von der Dozent*in zur Lehrveranstaltung aktualisiert herausgegeben.


[letzte Änderung 12.10.2021]
[Wed Aug 10 10:15:45 CEST 2022, CKEY=hhiuv, BKEY=heb, CID=HEB-28, LANGUAGE=de, DATE=10.08.2022]