htw saar
Zurück zur Hauptseite

Version des Moduls auswählen:
XML-Code


Komplexes Fallverstehen

Modulbezeichnung: Komplexes Fallverstehen
Studiengang: Angewandte Hebammenwissenschaft, Bachelor, ASPO 01.10.2021
Code: HEB-27
SAP-Submodul-Nr.: P311-0152
SWS/Lehrform: 4S (4 Semesterwochenstunden)
ECTS-Punkte: 6
Studiensemester: 6
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Erforderliche Studienleistungen (gemäß ASPO):
Zulassungsverfahren staatliche Prüfung 6. Semester
 
In diesem Modul besteht Anwesenheitspflicht.
Prüfungsart:
Klausur, diese Klausur ist Bestandteil der staatlichen Prüfung für den Erwerb der Erlaubnis der Führung der Berufsbezeichnung Hebamme
Dauer: 180 Minuten
Für diese Modulprüfung sind die Verfahrensanweisungen für das Staatsexamen zu berücksichtigen.


[letzte Änderung 29.09.2021]
Verwendbarkeit / Zuordnung zum Curriculum:
HEB-27 (P311-0152) Angewandte Hebammenwissenschaft, Bachelor, ASPO 01.10.2021, 6. Semester, Pflichtfach
Arbeitsaufwand:
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 60 Veranstaltungsstunden (= 45 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 6 Creditpoints 180 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 135 Stunden zur Verfügung.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
HEB-13 Angewandte Hebammenwissenschaft III: Gesundheitsförderung und Prävention
HEB-3 Angewandte Hebammenwissenschaft I: Physiologische Schwangerschaft
HEB-8 Angewandte Hebammenwissenschaft II: Physiologische Geburt


[letzte Änderung 12.10.2021]
Sonstige Vorkenntnisse:
Empfohlene Voraussetzungen (Module): alle Module des 1.-5. Fachsemesters
 
Verpflichtende Voraussetzungen (Module) nach ASPO-Anlage: HEB-3, HEB-8, HEB-13
 
Weitere Voraussetzungen nach Zulassungsverfahren Staatsexamen

[letzte Änderung 29.09.2021]
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Barbara Cattarius
Dozent:
Prof. Dr. Barbara Cattarius
Dozenten des Studiengangs


[letzte Änderung 12.10.2021]
Lernziele:
Übergeordnete Qualifikationsziele: Q1, Q2, Q3 Q4, Q5, Q6, Q10
 
Kompetenzerwerb:
Nach Abschluss des Moduls
-        verfügen die Studierenden über die theoretische und wissenschaftliche Kompetenz zur Unterstützung und Aufrechterhaltung der Physiologie von
        Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Still- und Elternzeit und erkennen Risiken und Regelwidrigkeiten, um notwendige Maßnahmen zu ergreifen, die der
        Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung und möglichen Verbesserung der Gesundheit von Frauen und ihren Familien dienen.
-        bieten die Studierenden eine professionelle Betreuung in den Phasen Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Still- und Elternzeit an, die der
        individuelle Lebenssituation der betreuten Personen gerecht wird.
-        können die Studierenden Entscheidungen reflektieren, begründen und argumentieren und mögliche diagnostische Maßnahmen anbieten, einleiten und
        veranlassen.
-        entwerfen die Studierenden Konzepte zur Problemlösung und nutzen bei Bedarf Hilfestrukturen im interdisziplinären Feld.
-        kommunizieren die Studierenden sowohl in der eigenen Profession als auch professionsübergreifend professionell und kooperativ, um einer kollegialen
        und inter-disziplinären Zusammenarbeit Vorschub zu leisten, damit die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen der Frauen und ihrer Familien genutzt
        werden.
-        können die Studierenden fallbezogen komplexe evidenzbasierte Lösungsstrategien im Sinne einer ganzheitlichen salutogenetisch orientierten
        Hebammenbetreuung aufzeigen.
-        können die Studierenden ihr professionelles Wissen überprüfen, entwickeln und erweitern im Hinblick auf eine effektive Hebammenversorgung vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Gesellschaft.


[letzte Änderung 12.10.2021]
Inhalt:
-        Evidenzbasiertes Wissen analysieren, fallbezogene Anwendung
-        nationale und internationale Leitlinien
-        Evidenzbasiertes Hebammenhandeln in unterschiedlichen Handlungsfeldern
-        Evidenzbasierte Entscheidungsfindung (evidence based medicine, evidence based midwifery)
-        Abgrenzung physiologische und pathologische Prozesse
-        Methoden der Fallanalyse, Fallanalyse und Fallsynthese
-        Versorgungskonzepte konkret: Fallarbeit Schwangerenbetreuung, Geburtshilfe, Wochenbettbetreuung incl. affektiver Störungen,
        Stillzeit, Elternzeit
-        Fallarbeit in unterschiedlichen Versorgungskontexten
-        Erfassen der komplexen Dimension des spezifischen Falles unter Berücksichtigung ethischer und kultureller Gesichtspunkte und
        Diversity Aspekten
 


[letzte Änderung 29.09.2021]
Weitere Lehrmethoden und Medien:
Seminar/ Präsentation, Seminarbeiträge der Studierenden

[letzte Änderung 29.09.2021]
Sonstige Informationen:
In diesem Modul erfolgt die Kompetenzvermittlung im Bereich des komplexen Fallverstehens entlang des Betreuungsbogens. Grundlage sind die Inhalte sämtlicher vorangegangener Module, deren Wissen an konkreten Fällen vertieft und umfassend erarbeitet wird unter Zuhilfenahme neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, Standards und Leitlinien.
Komplexe Dimensionen des spezifischen Falles werden erfasst und individuelle Anleitungssituation werden gestaltet. Schwangere, Gebärende, Wöchnerinnen und ihre Familien sollen dabei in Entscheidungsfindung mit einbezogen werden, um ihnen eine informierte Entscheidung zu ermöglichen.
Das Modul besteht aus der seminaristischen Lehrveranstaltung „27.1-Evidenzbasiertes Wissen und professionelles Handeln mit Fallverstehen“.


[letzte Änderung 29.09.2021]
Literatur:
Behrens, J., & Langer, G. (2016). Evidence-based nursing and caring. Hogrefe.
 
Bick, D.; MacArthur, C.; Knowles, H.; Winter, H. (2004): Evidenzbasierte Wochenbettbetreuung und -pflege. Praxishandbuch für Hebammen und Pflegende. Bern, Göttingen, Toronto, Seattle: Verlag Hans Huber
 
Bowden, J., Manning, V. (Hrsg.) (2017) Health Promotion in Midwifery, principles and practice. Routledge.
 
Büthe, K., Schwenger-Fink, C. (2020): Evidenzbasierte Schwangerenvorsorge und Schwangerenbetreuung. Kohlhammer.
 
Bund Deutscher Hebammen (Hrsg.) (2010): Schwangerenvorsorge durch Hebammen. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Hippokrates Kirkham, M. J. (ed) (2004): Informed Choice in Maternity Care. Hampshire: Palgrave Macmillan Clinical Reasoning. Therapeutische Denkprozesse lernen. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Thieme
 
Klemme, B., Köster, J., Diegmann, G., Kruse, A. & Kunze, K. 2014. Nestmann, F.; Engel, F.; Sickendiek, U. (Hrsg.) (2007). Das Handbuch der Beratung. Band 1. Disziplinen und Zugänge. 2. Auflage. Tübingen: dgvt-Verlag
 
Nickolaus, B., Kraienhemke, M., Schäfers, R. & Bauer, N. H. 2015. Methoden für die Fallbearbeitung in der Hebammenkunde. Die Hebamme 2015, 28: 217-223.
P. & Latteck, Ä.-D. 2017. Fallmanagement in hochkomplexen Pflegesituationen I-IV. In: T. Evers, A. Helmbold, Ä.-D. Latteck & F. Störkel (Hrsg.) Lehr-Lern-Konzepte zur klinischen Kompetenzentwicklung. Leverkusen: Budrich
 
Page, L. A. (ed); McCandlish, R. (2006): The new midwifery. Science and Sensitivity in Practice. 2. Auflage. Edinburgh, London, New York: Churchill Livingstone
 
Scheibler, F. (2004). Shared decision-making. Von der Compliance zur partnerschaftlichen Entscheidungsfindung. Bern: Huber
 
Schwarz, C., Stahl, K. (2013) Grundlagen der evidenzbasierten Betreuung, Elwin Staude Verlag
 
Stiefel, A., Brendel K. und Bauer, N.H., Hrsg., 2020. Hebammenkunde: Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. 6. Aufl. Stuttgart: Georg Thieme.
 
Symon, A. (ed) (2006): Risk and Choice in Maternity Care. An international perspective. Edinburgh, London, New York: Churchill Livingstone Behrens, J.; Langer, G. (2010): Handbuch Evidence-based Nursing. Externe Evidenz für die Pflegepraxis. Bern, Göttin-gen, Toronto, Seattle: Verlag Hans Huber
 
Die Literatur wird von der Dozent*in zur Lehrveranstaltung aktualisiert herausgegeben.


[letzte Änderung 12.10.2021]
[Wed Aug 10 10:01:55 CEST 2022, CKEY=hkf, BKEY=heb, CID=HEB-27, LANGUAGE=de, DATE=10.08.2022]