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Praxismodul 2

Modulbezeichnung: Praxismodul 2
Studiengang: Angewandte Hebammenwissenschaft, Bachelor, ASPO 01.10.2021
Code: HEB-5
SAP-Submodul-Nr.: S311-0160
SWS/Lehrform: 3P (3 Semesterwochenstunden)
ECTS-Punkte: 5
Studiensemester: 1
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Erforderliche Studienleistungen (gemäß ASPO):
In diesem Modul findet modulbezogene Praxisbegleitung durch die Hochschule am praktischen Lernort statt.
 
Für einen erfolgreichen Modulabschluss muss dem Fachbereich neben der bestandenen Prüfungsleistung ein Nachweis über die abgeleisteten Praxisstunden und den laut Modulhandbuch formulierten Kompetenzerwerb des Moduls vorgelegt werden.
 
In diesem Modul besteht Anwesenheitspflicht.
Prüfungsart:
Praktische Prüfung am Lernort Praxis / Gestaltung Schwangerensprechstunde mit Erhebung der Anamnese und Erstellung eines Betreuungsplans


[letzte Änderung 19.01.2022]
Verwendbarkeit / Zuordnung zum Curriculum:
HEB-5 (S311-0160) Angewandte Hebammenwissenschaft, Bachelor, ASPO 01.10.2021, 1. Semester, Pflichtfach
Arbeitsaufwand:
Der Gesamtaufwand des Moduls beträgt 150 Arbeitsstunden.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
Sonstige Vorkenntnisse:
Empfohlene Module: HEB-3, Praxismodul 1

[letzte Änderung 29.09.2021]
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
HEB-10 Praxismodul 4
HEB-14 Praxismodul 5
HEB-15 Praxismodul 6
HEB-17 Betreuungskonzepte und Ansätze der Krisenbewältigung
HEB-18 Angewandte Hebammenwissenschaft IV: Familie als Handlungsfeld
HEB-20 Praxismodul 7
HEB-25 Praxismodul 8
HEB-29 Praxismodul 9
HEB-33 Praxismodul 10
HEB-9 Praxismodul 3


[letzte Änderung 11.07.2022]
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Barbara Cattarius
Dozent:
Prof. Dr. Barbara Cattarius
Lisa Apini-Welcland, M.Sc.
Dipl.-Med.-Päd. Juliana Parino
Sarah Schädler-Aust, M.A.


[letzte Änderung 11.07.2022]
Lernziele:
Übergeordnete Qualifikationsziele: Q 1, Q2, Q5, Q7, Q8, Q10 Q11
 
Kompetenzerwerb:
Nach Abschluss des Moduls
-        sind die Studierenden sensibilisiert für die besondere Rolle der Hebamme in der Förderung der physiologischen Prozesse und setzen sich in diesem Kontext mit ihrer persönlichen Rollenfindung auseinander.
-        können die Studierenden die Untersuchungen in der Schwangerenvorsorge oder bei der Aufnahme einschließlich der Laborkontrollen, Vitalzeichenkontrolle und Überwachung des Ungeborenen an der schwangeren Frau durchführen, die Ergebnisse mit Unterstützung sachgerecht interpretieren und bei Bedarf in den Handlungsablauf der Schwangerensprechstunde einbinden.
-        Sie können die Bedürfnisse und Bedarfe von Schwangeren und Gebärenden im physiologischen Prozess wahrnehmen, interpretieren und sachgerecht darauf reagieren.
-        Sie können eine umfassende Anamnese mit Befunderhebung und Erstellung des geburtshilflichen Dossiers erheben und dokumentieren und einen einfachen Betreuungsplan der Hebammenarbeit aus den Ergebnissen ableiten.
-        Sie sind dafür sensibilisiert, einen klientenzentrierten Zugang zu den Schwangeren zu finden, und wenden ausgewählte Kommunikationsstile in Bezug auf kulturelle, biographische und persönliche Eigenschaften der Frauen und Paare in Kommunikationssituationen an.
-        Sie beraten in physiologischen Standardsituationen anhand der aktuellen Evidenzen zur Schwangerschaft, Ernährung und Lebensführung sowie zu ausgewählten Schwangerschaftsbeschwerden in Abgrenzung zu pathologischen Verläufen.
-        Sie können pflegerische Maßnahmen im Handlungsfeld bei der Begleitung Schwangerer sachgerecht durchführen.
-        Sie führen eine klientenzentrierte Schwangerensprechstunde auf der Basis der im Modul vermittelten Grundlagen prozessorientiert durch und reflektieren kriteriengeleitet ihre Performanz.


[letzte Änderung 19.01.2022]
Inhalt:
Kontaktaufnahme, Wahrnehmung und Beobachtung
o        Bedürfnisse erkennen, angemessen reagieren
o        Kommunikation und Gesprächsführung, Beziehungsarbeit, nonverbale und verbale Kommunikation, klientenzentrierte Gesprächsführung
o        Beobachtung der Frau, Wahrnehmung sichtbarer Veränderungen und an-gemessene Dokumentation der Beobachtungen
o        Dokumentation der erhobenen Befunde
o        Beobachtung Hebamme im Aktionsfeld, Reflexion
o        Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Akteurin im beruflichen Handlungsfeld
Schwangerenbetreuung/ Assessment/ Beratung/ Maßnahmen
o        Anamneseerhebung, Eigenanamnese, Familienanamnese, Sozialanamnese, geburtshilfliche Anamnese mit Vorerfahrungen der Frau, Schwanger-schaftsanamnese, Assessment, Interpretation der Ergebnisse
o        Überprüfung Geburtszeitraum und Geburtstermin
o        Bedarfserhebung Beratungsbedarf in der Schwangerschaft Grundlagen, Dokumentation, Betreuungsplan/ Behandlungsplan der Hebammenarbeit erstellen
o        Bedarfserhebung Wünsche der Frau und der Familie in Bezug auf die Geburt mit unterschiedlichen Instrumenten
o        Allgemeine Beratung der Schwangeren physiologische Veränderungen, Lebensweise, Ernährung, Reisen, Sport
o        Vorsorgeuntersuchung nach Mutterschaftsrichtlinien, Kontrolle Ödeme, Varizen
o        Interpretation der Einträge im Mutterpass, Labordiagnostik, Serologie, Hb, Ferritinspiegel, Chlamydien, HbsAg, Untersuchung auf beta-hämolysierende Streptokokken
o        Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden, Abgrenzung zu pathologischen Verläufen, evidenzbasierte Empfehlungen, Kenntnisse von Normwerten
o        Pflegerische Maßnahmen im Handlungsfeld, Blutentnahme, Venenverweilkanüle, Urindiagnostik, Abstrichdiagnostik
o        Spezifische pflegerische Maßnahmen im Handlungsfeld
o        Dokumentation der Befunde
o        Überwachung des Ungeborenen, Maße, Anwendung und Interpretation der Methoden der Herztonüberwachung Pinard-Rohr, Dopton, CTG-Überwachung
Prozessgestaltung Hebammensprechstunde
o        Einbindung der Fertigkeiten der Schwangerenuntersuchung
o        Prozessgestaltung Hebammensprechstunde, Aufbau, Organisation und Durchführung der Sprechstunde in Bezug auf die Erfordernisse der geltenden Leitlinien
o        Kommunikation mit weiteren Akteuren im klinischen Setting wie weiteren Hebammen, Ärzt*innen, Pflegekräften, medizinischen Fachangestellten
o        Fachgerechter Umgang mit Dokumentation

[letzte Änderung 19.01.2022]
Weitere Lehrmethoden und Medien:
Praxisphase mit Praxisbegleitung:
-        Praktische Studienphase mit Praxisanleitung, Lernaufgaben, Lernberatung und Reflexion durch praxisanleitende Personen am praktischen Lernort
-        Praxisbegleitung durch Lehrende der Hochschule am praktischen Lernort zu den Themenfeldern prozessorientierte Gestaltung einer Hebammensprechstunde, Beratung und Anleitung und Rollenfindung am praktischen Lernort
-        Praxisbegleitung durch Lehrende der Hochschule durch Praxisreferat
-        Empfohlene Einsatzbereiche: Schwangerenambulanzen, Kreißsaal, geburtshilfliche Station


[letzte Änderung 29.09.2021]
Sonstige Informationen:
Dieses Modul ist ein Praxismodul und findet überwiegend in der vorlesungsfreien Zeit am praktischen Lernort statt. Das Praxismodul umfasst 150 Stunden Praxiszeit am Lernort Praxis mit flankierenden Begleitungen durch und Reflexionen an der Hochschule. In diesem Modul lernen die Studierenden die Tätigkeit der Hebamme mit dem Fokus der Förderung der physiologischen Prozesse im Handlungsfeld kennen. Ein Schwerpunkt liegt in diesem Modul in der Wahrnehmung und Beobachtung und der Begleitung von Schwangeren. In diesem Modul werden die zuvor erworbenen Kompetenzen in der Begleitung von Schwangeren und Gebärenden erweitert und vertieft. Die Studierenden werden im Lernprozess durch die praxisanleitenden Personen am praktischen Lernort durch Anleitungen, Praxisaufgaben und Lernberatung unterstützt.

[letzte Änderung 29.09.2021]
Literatur:
Arild Espnes, Geir/Bauer, Georg F./Eriksson, Monica/Lindström, Bengt/Mittelmark, Mau-rice B./Sagy, Shifra /Pelikan, Jürgen M. (2017). The Handbook of Salutogenesis. Basel: Springer International Publishing.
 
AWMF: Aktuelle Leitlinien zum Fachgebiet
 
Bauer, Nicola/ Brendel, Karin/Stiefel, Andrea (2020). Hebammenkunde. Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. 6., aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG.
 
Berner Fachhochschule/Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (Hrsg.) (2018). Skills für Hebammen 1. Schwangerschaft. 2. Auflage. Bern: Hep Verlag.
 
Büthe, Kirstin/Schwenger-Fink, Cornelia (2020). Evidenzbasierte Schwangerenbetreuung und Schwangerschaftsvorsorge. Eine Arbeitshilfe für Hebammen im Praxisalltag. Stuttgart: Kohlhammer Verlag.
 
Chandraharan, Edwin (2017). Handbook of CTG Interpretation. From Patterns to Physiology. 1. Auflage. Cambridge/New York: Cambridge University Press.
 
Copnell, Beverly/McKenna, Lisa (2018). Fundamentals of Nursing and Midwifery Research. A practical guide for evidence- based practice. London: Routledge Verlag.
 
Deutscher Hebammenverband/Hebammengesellschaftshilfe e. V. (Hrsg.) (2014). Schwangerenvorsorge durch Hebammen. (DHV-Expertinnenwissen). Stuttgart: Hippokrates Verlag.
 
Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege und Verbund Hebammenforschung (Hrsg.) (2014). Auszug aus der abschließenden Veröffentlichung zum Expertinnenstandard Förderung der physiologischen Geburt. Entwicklung- Konsentierung- Implementierung. Osnabrück: DNQP.
 
Gaskin, Ina May (2002). Spiritual Midwifery. 4. Auflage. Summertown TN/USA: Book Publishing Company.
 
Gruber, Patricia/ Oehler-Rahman, Katrin /Schwarz, Christiane (Hrsg.)/Stahl, Katja (Hrsg.) (2021). CTG - verstehen, bewerten, dokumentieren. Evidenz & Praxis. Hannover: Elwin Staude Verlag.
 
Husslein, Peter/Schneider, Henning/Schneider, Karl-Theo. M. (Hrsg.) (2016). Geburtshilfe. 5. Auflage. Berlin/Heidelberg: Springer Verlag.
 
Körner, Ute/Rösch, Ruth (2014). Ernährungsberatung in Schwangerschaft und Stillzeit. 3., überarbeitete Auflage. Stuttgart: Hippokrates Verlag.
 
Marshall, Jayne E./Raynor, Maureen D. (2020). Myles Textbook for Midwives.17. Auflage. Edinburgh/London: Churchill Livingstone Elsevier Verlag.
 
McCandlish Rona/Page, Lesley Ann (2006). The New Midwifery. Science and Sensitivity in Practice. 2. Auflage. Edinburgh/London: Churchill Livingstone Elsevier Verlag.
 
Munro, Jane/Spiby, Helen/ (2009). Evidence Based Midwifery. Applications in Context. Hoboken/USA: Wiley-Blackwell Verlag.
 
Schmid, Verena (2015). Schwangerschaft, Geburt und Mutterwerden. Ein salutogenetisches Betreuungsmodell. 2. Auflage. Hannover: Elwin Staude Verlag.
 
Schmidt, Stephan (2013). CTG-Praxis. Grundlagen und klinische Anwendung der Kardiotokografie. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG.
 
Schwarz, Christiane (Hrsg.)/Stahl, Katja (2013). Grundlagen der evidenzbasierten Betreuung. Evidenz und Praxis. Hannover: Elwin Staude Verlag.
 
Walsh, Denis (2007). Evidence-based Care for Normal Labour and Birth: A guide for midwives. London: Routledge Verlag.
 
Die Literatur wird von der Dozent*in zur Lehrveranstaltung aktualisiert herausgegeben.


[letzte Änderung 29.09.2021]
[Wed Aug 10 10:08:00 CEST 2022, CKEY=hp2, BKEY=heb, CID=HEB-5, LANGUAGE=de, DATE=10.08.2022]