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Professionsentwicklung im inter- und transdisziplinären Spannungsfeld Geburtshilfe

Modulbezeichnung: Professionsentwicklung im inter- und transdisziplinären Spannungsfeld Geburtshilfe
Studiengang: Angewandte Hebammenwissenschaft, Bachelor, ASPO 01.10.2021
Code: HEB-26
SAP-Submodul-Nr.: P311-0169
SWS/Lehrform: 6S (6 Semesterwochenstunden)
ECTS-Punkte: 6
Studiensemester: 6
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Erforderliche Studienleistungen (gemäß ASPO):
Zulassungsverfahren staatliche Prüfung 6. Semester
 
In diesem Modul besteht Anwesenheitspflicht.
 
Prüfungsart:
Klausur, diese Klausur ist Bestandteil der staatlichen Prüfung für den Erwerb der Erlaubnis der Führung der Berufsbezeichnung Hebamme
Dauer: 120 Minuten
Für diese Modulprüfung sind die Verfahrensanweisungen für das Staatsexamen zu berücksichtigen.


[letzte Änderung 29.09.2021]
Verwendbarkeit / Zuordnung zum Curriculum:
HEB-26 (P311-0169) Angewandte Hebammenwissenschaft, Bachelor, ASPO 01.10.2021, 6. Semester, Pflichtfach
Arbeitsaufwand:
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 90 Veranstaltungsstunden (= 67.5 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 6 Creditpoints 180 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 112.5 Stunden zur Verfügung.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
HEB-13 Angewandte Hebammenwissenschaft III: Gesundheitsförderung und Prävention
HEB-3 Angewandte Hebammenwissenschaft I: Physiologische Schwangerschaft
HEB-8 Angewandte Hebammenwissenschaft II: Physiologische Geburt


[letzte Änderung 12.10.2021]
Sonstige Vorkenntnisse:
Empfohlene Voraussetzungen (Module): alle Module des 1.-5. Fachsemesters
 
Verpflichtende Voraussetzungen (Module) nach ASPO-Anlage: HEB-3, HEB-8, HEB-13
 
Verpflichtende Voraussetzungen nach Zulassungsverfahren Examen

[letzte Änderung 29.09.2021]
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
Prof. Dr. Barbara Cattarius
Dozent:
Prof. Dr. Barbara Cattarius
Dozenten des Studiengangs


[letzte Änderung 12.10.2021]
Lernziele:
Übergeordnete Qualifikationsziele: Q1, Q2, Q3, Q7, Q9, Q10, Q11
 
Kompetenzerwerb:
Nach Abschluss des Moduls können die Studierenden
-        die eigene Disziplin und ihre Handlungsfelder in Abgrenzung zu anderen Disziplinen im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens reflektieren und abgrenzen und innerhalb der eigenen Profession eine Haltung einnehmen und durch angemessene Kommunikation und Kooperation mit und zu anderen Disziplinen sowie innerhalb ihrer eigenen Disziplin Strategien für eine effektive Zusammenarbeit aushandeln.
-        aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen zur interdisziplinären Zusammenarbeit kontinuierlich ihr professionelles Wissen und ihre Fertigkeiten erweitern und ihr Wissen auf Basis von Theorien aus Psychologie und Soziologie auch auf interprofessionelle Settings anwenden.
-        mit der eigenen Berufsgruppe sowie mit anderen Berufsgruppen in interprofessionellen Settings optimal agieren und im Bedarfsfall rechtssicher delegieren, um die Gesundheit von Frauen und Säuglingen zu erhalten, zu stabilisieren und zu optimieren und professionelle entwicklungsfördernde Erfahrungen aus der gemeinsamen interdisziplinären Zusammenarbeit gewinnen.
-        ihr monodisziplinäres Potential angemessen einschätzen, die Möglichkeiten und Handlungsfelder der interdisziplinären Zusammenarbeit erkennen und über eine partizipative Entscheidungsfindung mit der Frau in spezifischen Situationen entlang des Betreuungsbogens bedarfsgerecht handeln.
-        ihre kommunikativen Kompetenzen zur Ausgestaltung interdisziplinärer Handlungsabläufe einzubringen.
-        professionell in interdisziplinären Teams agieren und sowohl förderliche als auch behindernde Prozesse identifizieren, analysieren und einen Beitrag zur Optimierung von Arbeitsabläufen leisten.
-        mit der eigenen aber auch anderen Berufsgruppen und Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens kooperieren, damit die Versorgungsqualität in Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit und Elternzeit auch in herausfordernden Situationen qualitativ hochwertig ist.
-        einen Beitrag leisten zur Implementierung von neuartigen Praxiskonzepten.


[letzte Änderung 12.10.2021]
Inhalt:
HEB-26.1 Professionsentwicklung
-        Disziplinen, Monodisziplinarität, Interdisziplinarität
-        Professionsentwicklung, Akademisierung, Karrierewege
-        Leadership, Versorgungsprozesse steuern und organisieren, Übernahme Führungskompetenz
-        interdisziplinäres Arbeiten
-        Rollentheorien und Reflexion der eigenen Rolle
-        Instrumente der Vernetzung
-        Regulierung in Verbindung mit Qualität
-        Berufsgruppen in der peripartalen Betreuung, Verantwortlichkeiten bei physiologischen Prozessen
-        Verbände, Kammern, Vernetzung
 
 
HEB-26.2 Seminar: Kommunikation im Team, interdisziplinäre Fallbesprechungen mit Notfalltraining
-        Bezug Gruppe/ Gruppenprozesse, Kommunikation im Team, TZI, TAA, Coaching, Supervision
-        Stress, Coping und Resilienz in Bezug auf Notfallsituationen, Vertiefung
-        Wertschätzung
-        Audits und Mortality Reviews
-        Themen für interdisziplinäre Fallbesprechungen / Evidenz:
-        Interdisziplinäre Betreuungskonzepte z.B. bei: Anämie, Diabetes, SIH, HELLP, Schulterdystokie, Notsectio, Mastitis puerperale
-        Betreuung mit Pädiatrie, ausgewählte pädiatrische Themen wie Frühgeburt, Gemini, besondere Situationen, Menschen mit Behinderungen
-        Notfalltraining in interdisziplinären Teams
-        Reanimation Vertiefung
-        Notwendigkeit gemeinschaftlich erstellter Dokumentationen, Erarbeitung von gemeinschaftlich genutzten Dokumentationsvorlagen
-        Qualitätssicherung im Team, übergeordnete Qualitätskriterien


[letzte Änderung 12.10.2021]
Weitere Lehrmethoden und Medien:
Seminar/ Präsentation, Bearbeitung interdisziplinäres Projekt, interdisziplinäre Fallbesprechungen

[letzte Änderung 29.09.2021]
Sonstige Informationen:
Dieses Modul fokussiert auf die Analyse, die kritische Bewertung und Herangehensweise, Diskussion und Umsetzungsstrategien von komplexen konkreten physiologischen und pathologischen Betreuungssituationen in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett von interdisziplinären Teams im Gesundheitswesen. Basis der Zusammenarbeit ist das Erkennen und der Wissensaufbau zu anderen Disziplinen in Abgrenzung zur eigenen Disziplin.
 
Das Augenmerk richtet sich auch auf die Ätiologie, die Diagnosestellung und mögliche Maßnahmen der interdisziplinären Betreuung und Behandlung in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Dem Prozess der Entscheidungsfindung hinsichtlich diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen sowie Rollenzuweisung im interdisziplinären Team kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Es erfolgt die Analyse und Reflexion der situationsspezifischen interdisziplinären Zusammenarbeit mittels konkreter Fallarbeit. Mögliche Präventionsmaßnahmen können abgeleitet werden und interdisziplinäre Handlungsroutinen können etabliert werden.
Das Modul besteht aus den beiden seminaristischen Lehrveranstaltungen „26.1 Professionsentwicklung“ und „26.2-Kommunikation im Team, interdisziplinäre Fallbesprechungen mit Notfalltraining“.


[letzte Änderung 29.09.2021]
Literatur:
Cassier-Woidasky, A.-K. (2007) Pflege durch Professionsentwicklung, Mabuse Verlag, Frankfurt
 
Dick, M.,Marotzki, W., &Mieg, H. (Eds.). (2016). Handbuch Professionsentwicklung (Vol. 8622). UTB.
 
Diefenbacher, M. (2016). Praxisratgeber Recht für Hebammen. Georg Thieme Verlag.
 
Hoos-Leistner, H. (2019). Kommunikation im Gesundheitswesen. Springer Berlin Heidelberg.
 
Illing, Stephan (2013). Kinderheilkunde für Hebammen (5., überarbeitete Auflage). Stuttgart: Hippokrates.
 
Knobloch, R. (Ed.). (2010). Dokumentation im Hebammenalltag: Grundlagen und praktische Tipps zur Umsetzung. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH.
 
Krauspenhaar, D & Erdmann, D (2019) Qualität! QM in der Hebammenarbeit. 4., aktualisierte Aufl. Elwin Staude Verlag.
 
Ortiz-Müller, W., Scheuermann, U., & Gahleitner, S. B. (Eds.). (2010). Praxis Krisenintervention: Handbuch für helfende Berufe: Psychologen, Ärzte, Sozialpädagogen, Pfle-ge- und Rettungskräfte. Kohlhammer Verlag.
 
Stiefel, Andrea, Geist, Christine & Harder, Ulrike (2013). Hebammenkunde. Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf (5. Auflage). Stuttgart: Hippokrates.
 
 
Die Literatur wird von der Dozent*in zur Lehrveranstaltung aktualisiert herausgegeben.

[letzte Änderung 12.10.2021]
[Wed Aug 10 10:52:09 CEST 2022, CKEY=hpiiuts, BKEY=heb, CID=HEB-26, LANGUAGE=de, DATE=10.08.2022]