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Praxissemester

Modulbezeichnung: Praxissemester
Modulbezeichnung (engl.): Work Experience Semester
Studiengang: Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2019
Code: BSP-20
SWS/Lehrform: 2U+2SV (4 Semesterwochenstunden)
ECTS-Punkte: 30
Studiensemester: 5
Pflichtfach: ja
Arbeitssprache:
Deutsch
Prüfungsart:
BSP-20.1: /
BSP-20.2: Projektbericht (PB) (nb/be)
BSP-20.3: /
Zuordnung zum Curriculum:
BSP-20 Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2017, 5. Semester, Pflichtfach
BSP-20 Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Bachelor, ASPO 01.10.2019, 5. Semester, Pflichtfach
Arbeitsaufwand:
Die Präsenzzeit dieses Moduls umfasst bei 15 Semesterwochen 60 Veranstaltungsstunden (= 45 Zeitstunden). Der Gesamtumfang des Moduls beträgt bei 30 Creditpoints 900 Stunden (30 Std/ECTS). Daher stehen für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung zusammen mit der Prüfungsvorbereitung 855 Stunden zur Verfügung.
Empfohlene Voraussetzungen (Module):
Keine.
Als Vorkenntnis empfohlen für Module:
Modulverantwortung:
Studienleitung
Dozent: Studienleitung

[letzte Änderung 26.08.2019]
Lernziele:
BSP-20.1 Praxisphase
Durch die erfolgreiche Beendigung des Teilmoduls können Studierende
- einen Einblick in professionelle Handlungspraxen gewinnen und die Rahmenbedingungen professionellen Handelns arbeitsfeldbezogen reflektieren
- Zusammenhänge zwischen wissenschaftlichen Studieninhalten und berufspraktischem Handlungswissen aufweisen.
- Interventionen und Angebote unter Einsatz von methodisch-didaktischem und theoretischem Wissen planen und fachlich begründen.
 
Die Studierenden sollen in der Lage sein
- mit fachlichen und nicht-fachlichen Akteure des Arbeitsfeldes zu kommunizieren
- auf neue, unklare und ungewöhnliche Aufgaben zu reagieren und weiterführende Hilfen für deren Bearbeitung zu organisieren
- den multidisziplinären Kontext der Sozialen Arbeit und Pädagogik der Kindheit zu
reflektieren und die Risiken professionellen Handelns zu identifizieren.
 
BSP-20.2 Theorie-Praxis-Seminar
Durch die erfolgreiche Beendigung des Teilmoduls können die Studierenden
- Auskunft geben über wissenschaftliche Begründungen von Handlungskonzepten,
Handlungsleitlinien und Handlungsmethoden Sozialer Arbeit und Pädagogik der Kindheit
- Aufgaben- und Problemstellungen in Bezug zu theoretischem und empirischem Wissen setzen und vor diesem Hintergrund praktische Vorgehensweisen kritisch reflektieren.
 
Die Lernenden sollen in der Lage sein
- praktische Erfahrungen methodisch geleitet zu analysieren und insbesondere die
Ambivalenzen und Ungewissheiten zu erkunden.
- einzelfallbezogen eine problem- und ressourcenerfassende Diagnose anzufertigen
- eine Fallreflexion schriftlich zu verfassen und begründete Einschätzungen auf der Basis wissenschaftlichem Wissens zu formulieren
- wissenschaftliche Erkenntnisse an Praxisvertreter/innen zu kommunizieren.
 
BSP-20.3 Supervision und kollegiale Beratung
Durch die erfolgreiche Beendigung des Teilmoduls können die Studierenden
- mit Methoden der kollegialen Beratung, der Reflexion und Führung von Gruppen
bekannt werden.
- Methoden, die für Arbeit mit Gruppen und im Beratungssetting geeignet sind, anwenden.
- Fähigkeit zur kollegialen Beratung und Zusammenarbeit in der Supervisionsgruppe
entwickeln.
- Die Verbalisierung praxisbezogener Probleme und die Annahme von Unterstützung in komplexen Situationen erproben.
 
 
 
         
 
 


[letzte Änderung 11.10.2017]
Inhalt:
BSP-20.1 Praxisphase
Während der Praxisphase sollen die Studierenden den Zusammenhang zwischen den wissenschaftlichen Studieninhalten und ihrer Anwendung in der Praxis herstellen. Unter fachlicher Begleitung berufserfahrener Praktikerinnen und Praktikern der Sozialen Arbeit und Pädagogik der Kindheit sind die Studierenden angehalten, ihr erworbenes Wissen und ihre Kompetenzen durch praktische Erfahrungen zu ergänzen. Dabei sollen sie Aspekte ihrer künftigen Berufsrolle und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen Sozialer Arbeit und Pädagogik der Kindheit kennen lernen und reflektieren. Es handelt sich um ein Studium am Lernort Praxis, welches sich dadurch auszeichnet, dass es nicht primär um ein handlungsbezogenes Einüben geht, sondern um eine Erkundung professioneller
Handlungspraxen und eine Erschließung handlungspraktischer, wissenschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen professionellen Handelns.
Das Praxissemester im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit ist ein studienintegriertes Praxissemester und wird von Dozierenden inhaltlich begleitet.
 
BSP-20.2 Theorie-Praxis-Seminar
Als Vorbereitung auf das Praxissemester werden die Studierenden in Form einer Blockwoche auf die Praxisphase eingestimmt. Dabei findet sowohl die Klärung der Rahmenbedingungen des Praxissemesters, eine Einführung in das Format der (Ausbildungs-)Supervision, eine erste Erwartungsklärung mit Bezug zur eigenen Rolle im Praxissemester als auch der methodische Einstieg in das Konzept des „Studierens am Lernort ‚Praxis‘“ statt.
Die Studierenden beschäftigen sich während der Praxisphase mit sozialpädagogischen sowie kindheitspädagogischen Problemen und Fragestellungen, die systematisch anhand von Beobachtungsprotokollen herausgearbeitet werden. Die von den Studierenden in den ersten Wochen ihres Praxissemesters erstellten Beobachtungsprotokolle dienen als Materialgrundlage einer exemplarischen Fallanalyse, welche über die Kontrastierung des empirischen Materials mittels sozialwissenschaftlicher Theorien zu einer reflexiven Anwendung der Methoden der Sozialen Arbeit durch die Studierenden beitragen, sowie eine sozialwissenschaftliche Fundierung und Selbstkritik der Sozialen Arbeit anregen soll. Das Theorie-Praxis-Seminar soll die Verbindung von wissenschaftlichem Wissen und praktischem Wissen leisten und die zentrale Relevanz von Praktika als Orte reflexiver Lernprozesse, sowohl auf der Ebene der professionellen Urteilsfähigkeit, der Wissensaneignung im Praktikum, als auch auf der Ebene der Entwicklung eines habituellen Umgangs mit pädagogischer Ungewissheit, aufzeigen.
 
BSP-20.3 Supervision und kollegiale Beratung
Gegenstand von Supervision ist die Reflexion der Arbeitsbeziehungen. Die Rolle der Studierenden, Motive und Wertorientierungen stehen im Mittelpunkt des Supervisionsprozesses. Das Setting der Ausbildungssupervision ist Gruppensupervision. Die Studierenden lernen voneinander. Sie erfahren kollegiale Unterstützung in der Einschätzung der Praxissituation, der Hypothesenbildung und der Entwicklung von Lösungsideen. Darüber hinaus können die Beteiligten durch das Transparentmachen der erlebten Methoden einen zusätzlichen Lerngewinn erzielen.
Neben Supervision verbringen die Studierenden insgesamt 6 Stunden in Intervisionsgruppen.
 
 
 


[letzte Änderung 11.10.2017]
Lehrmethoden/Medien:
BSP-20.1
Begleitetes Studium am Lernort Praxis
 
SP-20.2
- Selbststudium: Lesen und Bearbeiten der Fachliteratur
- Intervision in Kleingruppen und im Plenum
- Methodisch geleitete Exploration der Praxis (gemeinsame Protokollanalysen)
- Erstellen einer Arbeitsfeldanalyse zum Handlungsfeld der Praxiseinrichtung
- Erstellen einer exemplarischen Fall-/ Situationsanalyse
- ethnographisches Collagieren; ethnographisches Kommentieren; szenisches Rollenspiel
 
SP-20.3
- (Ausbildungs-)Supervision in der Gruppe
- Intervision
- Fallreflexion


[letzte Änderung 11.10.2017]
Literatur:
Breidenstein, G.; Hirschauer, S.; Kalthoff, H.; Nieswand, B. (2013): Ethnografie. Die Praxis der Feldforschung. Stuttgart: UTB.
Freis, M. (2016): Wissensbasierung und Intelligenz von Organisationen im Modus der Relationierung von Wissen. In: Göhlich, M. et al. (Hrsg.): Organisation und Methode. Wiesbaden: V, S. 213-223.
Fiebertshäuser, B. (2001): Feldforschung im Praktikum. Ein Konzept für das studienbegleitende Praktikum im Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft. In: Schulze-Krüdener, J.; Homfeldt, H. G. (Hrsg.): Praktikum – eine Brücke schlagen zwischen Wissenschaft und Beruf. Neuied/ Kriftel/ Berlin: Luchterhand Verlag, S. 181-204.
Harmsen, T. (2014): Professionelle Identität im Bachelorstudium Soziale Arbeit. Wiesbaden: Springer VS.
Müller, B. (2001): Praktiker als Forscher Forschen als Praxis: Eine Wahlverwandtschaft? In: neue Praxis. Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Sozialpolitik, 31. Jahrgang, Heft 1, S. 3-8.
Riemann, G. (2009): Der Beitrag interaktionistischer Fallanalysen professionellen Handelns zur sozialwissenschaftlichen Fundierung und Selbstkritik der Sozialen Arbeit. In: Becker- Lenz, R. (Hrsg.): Professionalität in der Sozialen Arbeit. Standpunkte Kontroversen Perspektiven. Wiesbaden: VS Verlag, S. 287-305.
Schubarth, Wilfried et al. (Hrsg.) (2012): Studium nach Bologna: Praxisbezüge stärken?! Praktika als Brücke zwischen Hochschule und Arbeitsmarkt. Wiesbaden: Springer VS.
Schulze-Krüdener, J.; Homfeldt, H.-G. (2001): Praktika: Pflicht oder Kür? Perspektiven und Ziele der Hochschulausbildung zwischen Wissenschaft und Beruf. In: ders. (Hrsg.): Praktikum eine Brücke schlagen zwischen Wissenschaft und Beruf. Neuwied; Krieftel: Luchterhand, S. 205-016.
Völter, B. (2008): Verstehende Soziale Arbeit. Zum Nutzen qualitativer Methoden für die professionelle Praxis, Reflexion und Forschung. Forum Qualitative Sozialforschung/ Forum: Qualitative Social Research, 9(1), Art. 56, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs0801563.
Völter, B. (2013): Professionelles Handeln wahrnehmen und reflektieren lernen. In: Sozial Extra 11/12, S. 23-26.


[letzte Änderung 06.11.2017]
[Thu Jun  4 06:15:19 CEST 2020, CKEY=spg, BKEY=sp3, CID=BSP-20, LANGUAGE=de, DATE=04.06.2020]